Eine alte Diskussion: sollen Ecken eckig sein oder rund?
Es gibt aus meiner Sicht zweifelhafte Studien, den kognitiven Aufwand herauszuarbeiten. Der scheint bei runden Ecken geringer zu sein – doch zu welchem (ästhetischen) Preis?
Das Beispiel SKODA zeigt, neben anderen tiefgehenderen Problemen, wie altbacken und leblos man mit runden Ecken arbeiten kann. Formales “downlight” ist für mich die Seite mit den eckigen Tabellen innerhalb der runden Rahmen:
Dank an das designtagebuch
Auch nicht besser das Beispiel unten links:
Große Radien können sehr kindhaft und plump wirken, teilweise wirkt das dann nicht präzise, obwohl ja digital erstellt, was wiederum Auswirkungen auf den Content oder das Produkt hat. Bestenfalls wirken die Rundungen – wie im Artikel über Steve Jobs/Apple beschrieben – “friendly”.
Rund ja, aber bitte mit Fingerspitzengefühl (siehe Apple im MAC OS) und mit guten Argumenten:
RUND = interaktiv
ECKIG = statisch (Lesetext…)
Ob das auch immer durchzuhalten ist, muß man prüfen, meist klappt das dann auch nicht recht.
Gestalterisch maximal bedenklich ist aber der langweilige Wechsel von positiv/negativ-Radien sowohl bei Skoda als auch bei dieser Dialogbox:

Fazit:
Interfacegestaltung heisst abwägen von allen Vor- und Nachteilen hinsichtlich Formalästhetik, Bedeutung, Vorwissen, Historie und Trends undsoweiter.
Interfacegestaltung stellt die Balance zwischen primärer Information (Dialogbox, Aktuelles…) und sekundärer Information (das könnte Sie auch interessieren…) her.




















