See-Konferenz #5

Auf der diesjährigen See-Konferenz (#see5) in Wiesbaden am 17.4.2010 gab es wieder breit gefächerte Vorträge aus Gebiet der Informationsvisualisierung. Der Vulkan mit dem leicht unaussprechlichen Namen hatte jeodch auch hier Auswirkungen, da entweder die Vortragenden in der Luft umkehren mussten, oder die Nacht mit dem Auto anreisen mussten. Das wurde auch visuell thematisiert:
seevulcano
(Bild: B.Wiederkehr/datavisualization.ch)

Ein paar live getwitterte visuelle Eindrücke findet man auf dem sehr lesenswerten blog von Benjamin Wiederkehr et al. auf Datavisualization.ch

Wer Twitter-Feeds nachschauen will, der findet (evtl. nur noch ein paar Tage) diese auf der Projekt-Seite “Revisit” von Moritz Stefaner:

Die persönlichen Highlights waren für mich:

Nicholas Felton.

Er visualisiert in einem “Self-Report” jedes Jahr wesentliche Aspekte in seinem Leben. Im Seminar Datenvisualisierung hatten wir das in ähnlicher Form im WiSe 2009/2010 ebenfalls durchlebt. Hier ein Beispiel aus dem 2009er Feltron-Report:

Er hatte einen Vorschlag für den Prozess der Datenvisualisierung:

  1. Start with a Question
  2. Collect data
    (highly detailed data -> Clear data -> unclear message)
  3. Making sense
    (disconnected data vs. clarified message)
  4. Compare data
  5. Display
  6. Ask: why? because the visualization tells me…
    es geht “auch” um Glaubwürdigkeit

Mit diesen 6 Schritten könnte man aus Anbietersicht ein deutliches Ziel herausarbeiten und aus Nutzersicht dessen Interessen und Bedürfnisse widerspiegeln. Da haben wir auch wieder den Nutzerzentrierten Gestaltungsprozess.

Wer selbst Daten sammeln will, der findet hier was:

http://daytum.com/ Wie sowas aussehen kann: http://blog.mrmeyer.com/?p=560

http://your.flowingdata.com/
http://mycro.media.mit.edu/

http://www.trendrr.com/

Andrew Vande Moere.

Er steht u.a. hinter dem blog infosthetics und unterrichtet Interactiondesign an der University of Sydney.
Sein Credo: “Showing what a number means”.
In den vielen anschaulichen interaktiven Beispielen ging es darum, “to make a specific database tangible”

Hannes Koch.

Partner in der Agentur rAndom International, London. Er ist Produktdesigner und entwirft und enwitckelt mit seinen Kollegen absolut sehenswerte interaktive Installationen im Grenzbereich zwischen Kunst und Nutzwert.
Auf die Publikumsfrage, was beim Prozess so abläuft:

Meist hat man wenig Zeit oder wenig Budget, oder beides, oder der Auftraggeber hat keine Ahnung


(Bild: Interaktive Installation “Audience”)

Es sind noch nicht alle Vorträge auf Youtube – man findet Sie aber über:
http://see-conference.org/video-stream

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