Entscheidung fürs balance board und Zielsetzung
Wir haben uns in der Lehrveranstaltung „Interfacegetaltung“ für eine Applikation für das Wii balance board entschieden, da wir etwas für uns völlig neues austesten wollten. Zu Beginn unseres Projektes und der Veranstaltung „Interfacegestaltung“ bei Herrn Professor Ralph Tille hatten wir keinerlei Vorwissen über die Funktionsweise des balance boards. Also überlegten wir uns zu Beginn erst einmal, wie eine neuartige, interessante Anwendung für das balance board aussehen könnte. Schnell kam uns die Idee eines Weltraumspiels für Kinder, in welchem diese spielerisch die Planeten und das Sonnensystem kennen lernen sollten. Doch wir entschieden uns gegen diese Anwendung, da es schon sehr viele Spiele fürs balance board gibt. Wir wollten etwas Neues schaffen, was ein Stück weit sinnvoll sein sollte und auch noch Spaß machen kann. Schließlich entschieden wir uns für eine Anwendung, mit welcher man eine Diashow steuern kann und seine Urlaubsfotos verwalten kann. Ursprünglich war es unser Ziel, mit unserer Anwendung einzelne Bilder (evtl. unscharfe Bilder, rote Augen etc.) löschen zu können und die übrigen in einer Diashow anzusehen und anschließend auszudrucken.
Es waren Effekte geplant, wie sie z.B. beim iPhone zu sehen sind, falls man Bilder anschaut: Stichwort „coverflow“. Außerdem sollten je nach angezeigten Bildern Musik in passender Stimmung im Hintergrund laufen und der Nutzer sollte sich die Anwendung bezüglich der Darstellung der Farbe selbst auswählen können. Im Verlauf der Umsetzung wurde unser Konzept aber immer weiter geschmälert, da der Zeitfaktor und technische Probleme das realisieren unseres Vorhabens einschränkten.
Umsetzung
Zu Beginn recherchierten wir wie das balance board mit dem Computer verbunden werden muss. Da nicht sehr viel Informationen dazu im Netz zu finden sind, dauerte das eine Weile. Dann gab es auch noch einige Probleme mit der Bluetooth Verbindung zwischen Computer und balance baord, doch schlussendlich fanden wir einen PC an der HdM, auf welchem die Verbindung konstant gehalten wurde und auch der benötigte WiiFlash Server keine Probleme machte. Zudem lief auf diesem Rechner auch die Flash CS3 Version einwandfrei. Da die Zeit nun schon relativ knapp wurde begannen wir mit der Programmierung. Diese schrieben wir erst für die vier Pfeiltasten der Tastatur, da eine direkte Programmierung fürs balance baord zu schwer geworden wäre. Außerdem erhielten wir mit Hilfe einiger Fachbücher und DVDs einen guten Einstieg in ActionScript 3.0.
Die Programmierung für die Tastatur war dann auch relativ schnell abgeschlossen und wir machten uns an die eigentliche Aufgabe: die Umsetzung auf das balance board. Hier sind wir sehr schnell auf ein Problem gestoßen, mit welchem wir gar nicht rechneten. Der Auswahlrahmen um die Ordner/Bilder auszuwählen bewegte sich sehr willkürlich und sprunghaft. Wir mussten eine Art „Schwellen“ einbauen, damit der Rahmen nicht vom ersten zum letzten Ordner springt und die dazwischen liegenden auslässt. Dies stellte sich als schwerer als gedacht dar. Nach diversen Versuchen mit Timer und verschachtelten if-Anweisungen kamen wir endlich auf eine gute Lösung. Hauptproblem war, dass das Programm zu jeder Zeit prüft, welche Sensoren belastet werden und wie stark. Da alle Funktionen abhängig von den Sensorbelastungen sind, mussten die Funktion natürlich in Abhängigkeit dieser Werte geschrieben sein. So wurden jedoch die Funktionen ständig neu aufgerufen.
Als dieses Problem gelöst war stießen wir auf das nächste große Problem: das Verknüpfen der exe Dateien. Normalerweise macht das keine Probleme, doch sobald wir 2 Dateien miteinander verknüpften, hängte sich der PC auf. Wir versuchten erst das Problem zu lösen, indem wir eine Hauptdatei anlegten von welcher aus wir jede Datei laden und entluden. Dies brachte jedoch keine Besserung. Unsere Vermutung ist, dass sich der PC aufhängt da in jeder Datei zu Beginn eine Verbindung zum balance board hergestellt wird, aber nie getrennt wird. Wir versuchten dieses Problem zu lösen indem wir wieder eine Hauptdatei anlegten und dort nur ein einziges mal die Verbindung herstellten. Dies erwies sich jedoch als schwierig, da das Skript so verknüpft ist, dass man nicht einfach Teile rauslöschen konnte (es traten immer Fehler auf). Wir haben es auch nicht geschafft am Ende einer Datei einfach die Verbindung zu trennen, da wir in der Dokumentation von Wii Flash keine passende Funktion/Angaben gefunden haben.
Zum Schluss machte uns dann auch noch die Steuerung der Diashow Probleme. Das lag wieder an der onUpdate Funktion, welche ständig die Sensorbelastung abfragt (Bilder sprangen von erstem auf letztes Bild und übersprang die Bilder dazwischen). Dieses Problem konnten wir nur teilweise lösen. Zudem werden die Bilder nur sehr langsam geladen, obwohl die einzelnen Bilddateien in Größe und Auflösung stark reduziert wurden.
Fazit
Es war eine große Herausforderung für uns mit dem balance board zu arbeiten. Es musste sehr viel Recherchearbeit im Vorfeld geleistet werden um dieses Gerät erstmal verstehen zu können. Was aber sehr schwierig war, denn man findet nicht sehr viel über das balance board. Es hat aber Spaß gemacht an seine Grenzen zu stoßen auch wenn dies oft viele Rückschläge mit sich brachte und dies in Anbetracht des Zeitdrucks den wir hatten natürlich nicht von Vorteil war. Wir konnten uns aber immer wieder gegenseitig motivieren. Natürlich freuten wir uns riesig als Funktionen schlussendlich funktionierten und schöpften dadurch immer wieder neue Kraft um weiterzuarbeiten. Auch sehr spannend war, ein Design zu entwickeln das einerseits eine Gewisse „Leichtigkeit“ vermittelt die das balance board hat. Zudem musste es natürlich auch ausreichden Kontraste bieten, um eventuell auch mit einem Beamer gut sichtbar zu sein. Zudem musste es einfach verständlich sein. Im Allgemeinen hat uns die Veranstaltung gut gefallen auch wenn sie sehr viel Kraft und Zeit gekostet hat.



