Mai 16

Bezüglich der Strompreisfaktoren hatten wir noch einige offene Fragen, die wir klären mussten. Dies ist uns auch, soweit wir es im Moment benötigen, relativ gelungen. Von sämtlichen Versorgungsunternehmen, die wir angeschrieben hatten, haben wir jedoch keine Hilfe bekommen. Also haben wir noch einmal selbst weiterrecherchiert und zudem ein paar Leute aus unserem Umfeld gefragt, die sich damit etwas mehr als wir auskennen.

Handelsblatt – Stromkauf per PC (ein Tag an der Börse)
RWE kauft Strom lieber billiger an der Strombörse, als teuer zu produzieren

Diese zwei Artikel beantworteten sehr gut unsere Frage, wer eigentlich an der Strombörse einkauft. Denn es wurde immer nur von Versorgungsunternehmen, Stromhändlern, industriellen Großkunden und Banken gesprochen. Nun wissen wir dazu gehören auch die Stadtwerke und Unternehmen, wie E.ON, RWE usw. Es gibt also keinen Zwischenhändler mehr. Der Grund dafür, dass Unternehmen wie RWE auch an der Börse einkaufen, obwohl sie selbst rund 30 Kraftwerke besitzen und somit eigentlich genug Strom prouzieren, ist einfach. Es gibt Tage, da ist der Strompreis an der Börse so günstig, dass eine Eigenproduktion viel teurer wäre. Daher werden dann die Kraftwerke gedrosselt und lieber günstig eingekauft.

Aber nicht nur die großen Energieerzeuger wie ENBW oder E.ON verkaufen den Strom, auch Stadtwerke oder andere Händler können an der Börse überschüssigen bzw. zu viel gekauften Strom wieder verkaufen. Somit kann schließlich jeder größere Händler an der EEX Strombörse Strom einkaufen oder verkaufen.

Weitre interessante und hilfreiche Links die wir zu unseren Fragen gefunden hatten:

Über den Stromhandel an der Börse und die beteiligten Parteien

Darin wird neben, den oben schon deutlich gewordenen Fakten auch noch einmal erwähnt, dass die Stromnetze zur Übertragung des Stroms bis zum Endkunden den großen Versorgungsunternehmen E.ON, RWE, Vattenfall und EnbW gehören.

DEWEZET – Warum der Strom kostet, was er kostet

Hier wird noch einmal sehr gut erläutert, wie der Strompreis an der Börse entsteht und welchen Schwankungen er unterlegen ist. Auch wird noch einmal auf die verschiedenen Märkte, wie Spot- und Terminmarkt eingegangen und die zusätzlichen Strompreisfaktoren erwähnt.

„Dass die Kilowattstunde Strom bei den Stadtwerken derzeit 19,48 Cent und nicht etwa 7 Cent kostet, liegt daran, dass es pro Kilowattstunde noch jede Menge staatlich verordneter Zuschläge pro Kilowattstunde gibt: die KWK-Umlage in Höhe von 0,13 Cent für die Förderung der Kraft-Wärme-Kopplung, die Konzessionsabgabe (1,59 Cent) an die Stadt Hameln, die Stromsteuer (2,05 Cent), die Umlage nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (in diesem Jahr 2,047 Cent) und letztlich noch die Kosten für die Netznutzung, die 26 Prozent vom Gesamtpreis ausmachen. Was alles zusammen einschließlich einer schmalen Rendite den Nettopreis ergibt, auf den dann noch die vom Bund kassierten 19 Prozent Mehrwertsteuer kommen. Ähnlich wie bei den Hamelner Stadtwerken ist auch die Einkaufsstrategie der Stadtwerke Rinteln, wie Geschäftsführer Jürgen Peterson erklärt. „Wir kaufen verteilt über das Jahr unsere Strommengen, kaufen am Spot-Markt Restmengen dazu oder verkaufen, was wir zuviel geordert haben.“ Im Ergebnis scheint der Erfolg nicht ganz so gut für die Kunden gewesen zu sein, denn die Stadtwerke Rinteln mussten zum 1. Januar 2010 den Preis für die Kilowattstunde um 2 Cent auf 22,43 Cent anheben.
Was der Kunde am Ende zahlen muss, hat mit den aktuellen Kursen von der Strombörse in Leipzig wenig zu tun.“

Strom und Staat – Erläuterung der Steuern und Abgaben

Hier werden noch einmal die einzelnen Beiträge für Steuern und Abgaben erläutert, zu welchem Prozentanteil sie anfallen und was sie bedeuten.

Apr 28

Nach dem wir uns mit Herrn Hoffmann ausgetauscht und noch weiter rechchiert hatten, haben wir nun versucht unser „Wissen“ zu visualisieren, um uns dieses doch recht abstrakte Thema zu veranschaulichen und somit klarer zu machen.

Die drei Hauptfaktoren, aus denen sich der Strompreis bildet ist zum einen die Erzeugung und der Vertrieb, des weiteren die Kosten für die Netze zur Übertragung und Verteilung des Stroms und zum Schluss noch die staatlichen Steuern und Abgaben.
Weitere Faktoren die zu den drei Hauptfaktoren noch hinzukommen, sind zum Beispiel das Wetter und die Jahreszeit, bedingt durch Angebot und Nachfrage, sowie natürlich die aktuellen Kosten der einzelnen Rohstoffe zur Erzeugung von Energie.

Die ersten Skizzen zu den verschiedenen Einflussfaktoren:

Faktoren des Strompreises

Faktoren des Strompreises

Strompreis Zusammensetzung

Faktoren des Strompreises

Diese drei Hauptfaktoren lassen sich anschließend noch weiter unterteilen. So spielt es beim ersten Faktor „Erzeugung und Vertrieb“ eine große Rolle was für ein Strom produziert und verkauft wird. Ist es Kernenergie, Steinkohle, Wasserkraft, Windkraft etc. Diese unterscheiden sich zum einen in der Verfügbarkeit und zum anderen im Preis. So ist zum Beispiel Erdgas am teuersten.
Daher ist es für uns wichtig am Anfang eine Übersicht zu schaffen, woher der Strom kommen könnte und welchen Einfluss die einzelnen Energieträger auf den Strompreis haben.

Skizze zur Darstellung der verschiedenen Energieträger:

verschiedene Energieträger

Nachdem der Strom nun aus einem bestimmten Energieträger in einem entsprechenden Kraftwerk erzeugt wurde, wird er dann an der „EEX – European Energy Exchange“, einer Strombörse, an die Größhändler verkauft, welche nochmals einen Zuschlag für ihren eigenen Gewinn draufschlagen. Die Käufer geben dazu zunächst an, wie viel Strom sie benötigen (Nachfrage). Die Kraftwerke geben daraufhin ihre Angebote ab. Beginnend mit dem günstigsten Angebot werden sie der Reihe nach abgerufen, bis die gesamte Nachfrage gedeckt ist. Der Angebotspreis des letzten zur Deckung erforderlichen Kraftwerks („Grenzkraftwerk“) bestimmt dann den Preis für alle. In der Regel entscheiden sich die Großkonzerne hier für ein Gaskraftwerk. So werden auch Kohle- und Atomstrom zum Preis von Gasstrom verkauft. Zusätzlich spielen dabei natürlich noch Faktoren wie Wetter, Jahreszeit und auch Tageszeit mit eine Rolle beim Preis

Skizze zum Verkauf des Stroms zwischen Kraftwerk und Großhändler:

Verkauf zw. Kraftwerk und Großhändler

So entsteht nun der erste Kostenfaktor „Erzeugung und Vertrieb“ mit einem Anteil von 35% am Strompreis.

Anschließend wird nun der Strom über verschiedene Übertragungs- und Verteilungsnetze bis hin zum Endverbraucher transportiert. Diese Netze gehören dabei den verschiedenen Versorgungsunternehmen, wie EnBW oder E.ON. Die Übertragungs- und Verteilungsnetze werden vom Kraftwerk bis zum Endverbraucher immer wieder in Umspannwerken in ihrer Voltzahl gesenkt. Somit gibt es Netze mit Höchstspannung, Hochspannung, Mittelspannung und Niederspannung. Für die Erichtung, Instandhaltung und Nutzung dieser Netze zahlt der Kunde Netzengelte an den Stromanbieter.

Skizzen der Übertragungs- und Verteilungsnetze:

Übertragungs- und Verteilungsnetze

Übertragungs- und Verteilungsnetze

Durch die Kosten für die Netze entsteht nun der zweite Kostenfaktor „Netzentgelte“ mit einem Anteil von 26% am Strompreis.

Zum Schluss werden dann natürlich noch, wie immer, ordentlich staatliche Steuern und Abgaben draufgeschlagen. Zum einen das „Erneuerbare-Energien-Gesetz“ (EEG), das „Kraft-Wärme-Kopplung-Gesetz“ (KWK-G), die Konzessionsabgabe (KZA), die Stromsteuer (auch Ökosteuer) und die Mehrwertsteuer. Was diese alle genau bedeuten ist der nachfolgenden Skizze zu entnehmen.

Skizze der staatl. Steuern und Abgaben:

staatl. Steuern und Abgaben

„Steuern und Abgaben“ sind nun der dritte Preisfaktor beim Strompreis, mit einem stolzen Anteil von 39%.

Apr 25

Neben der reinen inhaltlichen Recherche haben wir natürlich auch etwas Benchmarking betrieben und geschaut, ob es bereits Infografiken für unser Themengebiet gibt.
Wir haben durchaus einige Grafiken gefunden, jedoch bestanden diese hauptsächlich bzw. fast ausschließlich nur aus Torten- oder Balkendiagrammen mit wenig Bildmaterial.

Hier ein paar Beispiele zu Tortendiagramme:

Strompreis Infografiken

Ein Beispiel für ein Balkendiagramm:

Strompreis Infografiken

Und noch ein Beispiel, mit Torten- und Balkendiagramm, aber auch einer ansprechenden Grafik, welches schon eher unseren Vorstellungen einer Infografik entspricht:

Strompreis Infografiken

Apr 25

Letzten Mittwoch hatten wir unsere erste Besprechung mit Herrn Tille zu unserem Thema
„Wie entsteht ein Strompreis?“. Wir hatten, um uns vorzubereiten, natürlich bereits viel zu diesem Thema recherchiert. Wobei wir jedoch feststellen mussten, dass man zu diesem Thema nicht sehr viel Material im Internet findet. Die Informationen sind dabei meistens sehr einfach dargestellt und geben keinerlei detaillierte oder tiefere Informationen.

Dennoch konnten wir einige Einflussfaktoren, aus welchen sich der Strompreis zusammensetzt herausfinden. Was uns dabei jedoch auffiel war, dass die Anzahl der Faktoren, und leider teilweise auch die Art, sich von Seite zu Seite unterschieden. So gab es bei der einen Seite sieben Faktoren welche den Strompreis bestimmten und bei der nächsten wieder nur noch vier.

Alle Faktoren, die wir nach unserer ersten Recherche im Internet gefunden haben, haben wir in einer Mind Map zusammengefasst:

Strompreis Faktoren für den Endverbraucher

Grundlegende Fragen, die uns dann beschäftigten waren:

1. Frage
Wie stark müssen Smart Grids bei diesem Thema integriert sein?
Das heißt erklären wir, wie der Strompreis entsteht unter der Bedingung, dass Smart Grids bereits im Einsatz sind?
Oder erklären wir allgemein, wie der Strompreis entsteht und erläutern nur als zusätzliche Information am Rande, wie Smart Grids den Strompreis noch zusätzlich beeinflussen könnten?

Antwort:
Durch unser Feedback stellte sich dann heraus, dass wir uns der zweiten Variante zuwenden werden. Das heißt 80% werden allgemeine Informationen zur Entstehung des Strompreises sein und 20% werden auf Smart Grids eingehen.

2. Frage
Geht es bei dem Strompreis um den Strompreis für den Endverbraucher, oder um den Strompreis für den Großhandel?
Denn dabei würde es sich um unterschiedliche Einflussfaktoren handeln.

Welche Einflussfaktoren dies beim Großhandel genau sind, ist in der nachfolgenden Mind Map zu sehen:

Strompreis Faktoren für den Großhandel

Antwort:
Da uns diese Frage auch Herr Tille nicht mit Gewissheit beantworten konnte, entschieden wir uns dafür Clemens Hoffmann von Siemens diesbezüglich zu fragen.

3. Frage
Wie können wir uns genau die Zielgruppe vorstellen oder sollen wir diese noch einmal selbst genau definieren?
Der normale Durchschnittsbürger, wodurch kein komplexes Fachchinesisch verwendet wird, aber es auch nicht zu einfach dargestellt ist?
Und wie stark sollen wir daher auch in die Tiefe gehen? Soll jeder kleinste Einflussfaktor, wie auch Niederschläge, Störfälle, Politik etc., erklärt werden oder reichen die größten und wichtigsten Faktoren aus?

Antwort:
Dies müssen wir selbst entscheiden, wie weit dies sinnvoll ist. Eventuell kann uns auch Herr Hoffmann dazu noch Informationen liefern, was unbedingt enthalten sein muss und was nicht. Eine genaue Definition der Zielgruppe jedoch muss nicht gemacht werden.

4. Frage
Macht es einen Unterschied für den Strompreis, ob der Strom durch Atomkraftwerke, Solarenergie, Windenergie oder einer Mischung erzeugt wird?
Wenn ja, müssen wir auf alle Möglichkeiten eingehen?
Weiß man als Verbraucher eigentlich, woher sein Strom kommt?

Antwort:
Falls nicht anders von Siemens vorgegeben: ein oder zwei Beispiele herausgreifen, zum Beispiel Atomkraftwerk + Windenergie und Atomkraftwerk alleine. Dabei dann erklären, wie und ob überhaupt sich der Strompreis verändert durch die unterschiedliche Energieerzeugung.
Woher der eigene Strom kommt, kann der Endverbraucher über seinen Stromanbieter in Erfahrung bringen.

5. Frage
Ändern sich durch Smart Grids die bestehenden Faktoren, wie zum Beispiel Übertragungs- und Verteilnetze, wodurch sich der Preis verändert?

Antwort:
Diese Frage haben wir ebenfalls an Herrn Hoffmann gesendet und hoffen, von ihm eine Antwort darauf zu bekommen.

6. Frage
Hat es einen Grund das unser Thema heißt „Wie entsteht ein Strompreis?“ und nicht „Wie entsteht der Strompreis?“

Antwort:
Nein, das hat wohl keinen Grund : )

Durch das Feedback letzten Mittwoch konnten schon einige Fragen beantwortet werden.
Wir hoffen nun auf eine baldige Antwort auf unsere restlichen Fragen von Herrn Hoffmann.

Apr 10

Dieser Blog dokumentiert den Entstehungsprozess einer interaktiven Infografik zum Thema
Smart Grids in Kooperation mit der Simens AG.

Aus den fünf Unterthemen

CO2 – Effekt
Energieregulierung mit Bedarf an Ausgleichsenergie
Netze – Infrastruktur
Wie entsteht ein Strompreis und
Potentiale erneuerbarer Energien

entschieden wir uns für das Thema: wie entsteht ein Strompreis?

Durch die erste Recherche fanden wir ein paar, für uns interessante Seiten zum Thema Strompreis Entstehung, auch bereits in Verbindung mit Smart Grids:

Emscher Lippe Energie GmbH zum Thema „Wie entsteht der Strompreis?“
E-ON zum Thema „Wie entsteht der Strompreis?“
Die Kreuznacher Stadtwerke über die Enstehung des Strompreises
Smart Grid und Strompreise

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