Fazit

„Hinterher ist man immer schlauer“ – Ein Spruch, der sich im Hinblick auf die Entwicklung unserer Infographik auf jeden Fall bewahrheitet hat. In den letzten Wochen und Monaten hatten wir so manche Höhen und Tiefen mit unserer Infographik.

Besonders schwer ist es uns gefallen einen Einstieg zu finden. Zu Beginn des Semesters haben wir viel recherchiert und uns somit viel Wissen über Demenz angeeignet allerdings war unsere größte Hürde einen Weg zu finden, wie man dieses Wissen in eine Infographik packen kann. Das liegt nicht zuletzt daran, dass Demenz ein sehr umfangreiches Thema ist, was bedeutet dass man entweder eine gigantische Infographik braucht oder eben, was den Inhalt betrifft, sehr viel reduzieren muss. Eine weitere Herausforderung bei der Entwicklung war das Design. Zum einen wollten wir kein Design haben, was „typisch Wartezimmer-mäßig“ wirkt aber da es sich bei Demenz um ein eher ernstes Thema handelt waren uns eben auch einige Schranken gesetzt. Wir hatten uns das Ziel gesetzt, dass unsere Infographik Aufmerksamkeit auf sich ziehen soll, wollten das Ganze aber auch nicht zu übertrieben darstellen, weil der Betrachter der Infographik auf keinen Fall das Gefühl bekommen soll, dass die Ernsthaftigkeit des Themas heruntergespielt wird.

Als wir uns dann endlich einig waren, wie die Infographik aussehen soll und welche Themen für unsere Zielgruppe relevant sind standen wir vor noch mehr Problemen. Wir hatten uns dazu entschieden die Infographik mit Actionscript zu realisieren. Das hat sich für uns deswegen gut angeboten, da wir beide schon erste Erfahrungen mit dem Programm gemacht hatten und weil es mit Actionscript möglich ist Anwendungen für Touch-Oberflächen zu erstellen. Allerdings hatten wir uns das ein bisschen einfacher vorgestellt. Nach mehreren Treffen, an denen wir kaum voran gekommen sind waren wir dann am absoluten Tiefpunkt und kurz vor dem Aufgeben. Dennoch konnten und wollten wir nicht einsehen, dass das so viel komplizierter sein kann eine Anwendung für Touch-Geräte zu programmieren als eine, die mit der Maus oder Tastatur bedient werden kann.  Die Wendung kam nach einem Gespräch mit Herrn Prof. Tille, in dem er uns einige Hilfreiche Tipps gab. Es klappte danach viel besser und wir hatten den Dreh (mehr oder weniger) raus. Das Problem, welches uns dann letztendlich einen Strich durch die Rechnung gemacht hat, war dass einige der Befehle, die zur Bedienung unserer Infographik von großer Relevanz waren von den Multitouch-Geräten in der Hochschule nicht unterstützt wurden. Aus diesem Grund haben wir uns nach langem hin und her dafür entschieden alles nochmal umzuwerfen und die Infographik per Maus bedienbar zu machen.

Lange Rede, kurzer Sinn. Um noch mal auf den Spruch am Anfang einzugehen: Wir sind jetzt, nachdem die Infographik fertiggestellt ist auf jeden Fall schlauer, was für uns ein positiver Aspekt ist. Es zeigt uns, dass wir in der Veranstaltung viel gelernt haben und an die nächste Infographik, die wir entwickeln ganz anders ran gehen werden.

Es ist etwas da. Aber, hm…

Nun ja, es steckt zwar eine ganze Menge Arbeit drin. Aber als wir die Infographik nochmal durchschauen sind wir irgendwie wenig zufrieden. Gerade den Unterkategorien „Symptome“, „Therapie“ und „Umgang“ fehlt der Pfiff. Da müssen wir nochmal ran.

Hier gibt’s den Klamauk mal beispielhaft anzusehen:
Unterkategorie Therapie

Problemanalyse:

  • Zu viel Information!! Vor allem zu viel Text!!
  • Zu langweilige Information!! Aber es ist doch alles trotzdem wichtige Information?!
  • Auch das Layout braucht mehr Schliff.
  • Die grauen Textkästen in den Unterpunkten animieren kaum zum Lesen. Benötigen wir die überhaupt?

Korrekturvorschläge:

  • Reduzierung der Unterpunkte von 4 auf 3. Das genügt allemal. Und ist auch mit dem Inhalt vereinbar.
  • Einführung eines Info-Buttons: Hier gibt es detailliertere Informationen. Kann man lesen, muss man aber nicht. Der Leser hat also die Wahl, wie tief er in das Thema einsteigen möchte.
  • Der graue Kasten fliegt aus den Unterpunkten. Er wird stattdessen beim Hover über den Infobutton angezeigt.

 

 

 

Tücken und Stolpersteine – wie AS3 uns zu Kompromissen zwingt

Tja, das hatten wir so nicht gedacht. Natürlich, dass man bei der Programmierung selten 1:1 das umgesetzt bekommt, was man sich vorstellt, haben wir schon in vorherigen Projekten erkennen müssen. Doch es klang so simpel: Um eine Anwendung für Touch-Geräte zu entwickeln, muss man prinzipiell nur die richtigen Eventlistener und Ereignisse verwenden. Gut, das hatten wir irgendwann raus. Doch dann geht’s auch schon los: Wie testen wir das Ding, wenn wir gerade kein Touch-Gerät zur Verfügung haben? Wir besinnen uns also auf einen flasheigenen Simulator, der für uns die Touch-Eingaben nachstellt. Schön und gut, alles funktioniert.

Und dann die bittere Enttäuschung: Beim Testlauf am Multitouch-Rechner tut sich absolut gar nichts. Mouseclicks werden zwar erkannt, aber unsere mehrfach verwendete Swype-Geste streikt leider. Was nun? Es scheint eine Alternative zu geben: Den Pan. Wir probieren es aus und siehe da: Es tut sich etwas! Aber leider ist der Pan äußerst eigenwillig und zerhaut uns  das komplette Layout. Verdammt!

Es sind nicht zuletzt leider Zeitgründe, die uns dazu bewegen, die Infographik nun doch für die Mauseingabe umzusetzen. Uns blutet das Herz – aber wir lernen daraus: Programmierung braucht Zeit, gerade wenn es gilt, Neuland zu betreten. Technik ist bockig, und wir bräuchten deutlich mehr Zeit, als die, die wir uns genommen haben, um die Technik zu bändigen.

 

 

Die Demenz-Simulation

Demenz. Jeder hat schon einmal davon gehört, doch wie es letztendlich wirklich ist, das ist für die meisten nur schwer vorstellbar. Eine weitere Herausforderung für uns. Wie vermittle ich dem Betrachter der Inforgraphik am besten, was Demenz bedeutet? Wie sich Demenzpatienten fühlen? Mit welchen Problemen sie zu kämpfen haben.

Eine Simulation musste her. Nachdem wir die unglaubliche Vielzahl von möglichen Demenz-Symptomen auf die vier wichtigsten bzw. häufigsten heruntergerbrochen hatten, überlegten wir uns also, wie man diese am besten nachstellen kann. Das Ergebnis ist hier zu sehen:

Unterkategorie Symptome

Infographik – Intro

Eine Infographik macht nur dann Sinn, wenn sie jemand anschaut und sich informiert. Doch wie bringen wir mögliche Betrachter dazu, sich mit der Infographik zu beschäftigen? Wir haben uns dazu entschlossen ein Intro, also eine visuelle Einleitung in die Thematik, zu erstellen.

Demenz ist ein Thema, das uns im Alltag begegnen kann, weswegen wir die möglichen Betrachter auch anhand von Alltagssituationen abholen wollen. Um die Präsenz von Demenz zu verdeutlichen wollen wir die Alltagssituationen realistisch mit Hilfe von Fotos darstellen. Bei den Fotos handelt es sich um inhaltlich zusammenhängende Aufnahmen einzelner Gegenstände in einer Küche, die dem Betachter in ihrer Gesamtheit vermitteln sollen, dass etwas an der Situation nicht stimmt. Jedes Bildmotiv ist mit einer Frage verbunden, die nach Erscheinen des Fotos auf dem Screen eingeblendet wird und den Betrachter neugierig machen soll.

Für das Intro haben wir uns die nachfolgenden Bildmotive überlegt:

  • Zucker im Kühlschrank – Wieso steht der Zucker im Kühlschrank?
  • Überlaufendes Waschbecken – Warum läuft der Wasserhahn?
  • Kleidung im Backofen – Was machen die Kleider im Backofen
  • Überquillender Mülleimer – Warum liegt der Müll auf dem Boden?
  • Am Küchenschrank hängende Schuhe – Wieso hängen die Schuhe am Küchenschrank?
  • Überkochendes Wasser in einem Kochtopf – Warum ist der Herd an?
  • Geburtstagskuchen auf dem Tisch – Wessen Geburtstag ist heute?Wasserhahn

Nach der Sintflut das Feuer

Wir wollten nur mal eben ein paar Fotos schießen. Wir brauchen schließlich spannendes Fotomaterial für unsere Infographik. Wir füttern den Müll bis zum überquillen, wir befüllen den Backofen mit Klamotten, wir hängen Schuhe an verqueren Stellen auf. Alles halb so wild. Nur zwei Motive hatten es wirklich in sich.

Erkenntnis des Tages: Die Küche zu überfluten ist gar nicht so schwer. Man klebe einfach den oberen Sicherheitsabfluss ab und drehe den Wasserhahn voll auf. Man braucht kaum bis drei zählen, und schon steht alles unter Wasser. Leider dauert das Aufwischen sehr viel länger und macht nur halb so viel Spaß.

So schnell kommt die Flut

So schnell kommt die Flut

 

 

 

 

 

 

Kaum haben wir uns von dem Flutschock erholt, stürzen wir uns in das nächste Abenteuer: Wir brauchen Feuer! Kamera richtig eingestellt? Check. Wasser zum Löschen bereit? Check. Dann bitte, get on fire!

Feuer Feuer Feurio!

Feuer Feuer Feurio!

Programmieren für den Multitouch – Die ersten Gehversuche

Wir sind kurz vorm Verzweifeln. Kaum wagt man sich wieder an ActionScript 3 heran, wird man mit Problemen bombardiert. Unsere Fortschritte heute sind sehr überschaubar. Nachdem wir stundenlang rumgebastelt und Foren gewälzt haben, ging schließlich der Hilfeschrei an Prof. Tille heraus: „Es funktioniert einfach nicht!!“

Die Antwort: „Das Problem ist wie immer etwas komplexer.“ Das beruhigt uns. Wir sind also doch nicht die letzten Volldeppen. Gut, mit den Hinweisen kommen wir zumindest mal ein Stückchen weiter und denken wieder positiv.

Immerhin funktioniert nun unser erster Swype und wir bekommen unser Navigationsrad bewegt. Juhu.

Demenz vorbeugen

Man hört oft bereits von jungen Menschen, Angst vor einer Demenzerkrankung zu haben. Aber man ist nicht machtlos: Wer „gesund“ lebt, kann das Risiko einer Demenzerkrankung deutlich mindern. Wie das geht? Im Grunde umfasst das die 4 Säulen gesunder Lebensführung:

  • gesunde Ernährung
  • reichlich Bewegung
  • geistige Aktivität
  • ein reges soziales Leben

Detaillierte Infos zu diesen Prinzipien sind z.B. hier zu finden:
https://www.alzheimer-forschung.de/alzheimer-krankheit/vorbeugen.htm

Konzipierung, Teil II: Alles wieder umkrempeln – Stand: 28.05.13

Konzipierung, Teil II

Ein kleiner Einblick in unsere Konzeptionsphase. Ergebnis dieser Session: Die alte Struktur fliegt, zumindest größtenteils. Der Lehrgang wird nun doch ersetzt durch 4 Hauptkategorien: Symptome, Therapie, Umgang, Finanzierung. Zuvor ein Intro, in dem der Nutzer durch Fragen abgeholt wird. Aufgabe nun: Die allerwichtigsten Infos herausfiltern und vor allem das Ganze interessant gestalten – denn Langeweile ist der Tod der Infographik.